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Freitag, 8. Juli 2016

Sehenswert: Die alte Schmiede in Orrefors wo einst echter Schwedenstahl geschmiedet wurde

Ja sie ist wirklich sehenswert, die alte Schmiede im schwedischen ORREFORS. Seit einigen Jahren nun schon haben Enthusiasten viele tausende von Arbeitsstunden in die Restaurierung der alten Schmiede in ORREFORS investiert. War sie es doch, mit der vor rund 300 Jahren die Industriealisierung in ORREFORS begann. Zu dieser Zeit bestand rund 70% des schwedischen Exportes aus dem heute weltbekannten Schwedenstahl. Von besagten 70% kam einst rund ein Zehntel aus ORREFORS und Umgebung.

Basierend auf diesem wirtschaftlichen Erfolg entstand dann im 19.Jahrhundert das in Gehweite liegende Sägewerk und 1898 das direkt der Schmiede gegenüberliegende Glaswerk ORREFORS, welches leider vor einigen Jahren schloß.

Dies und vieles andere kann man erfahren, wenn man Maria Rudström, der Inhaberin von Utfärden lauscht, die während des Sommers an den Wochenenden sehr interessante Führungen in der Schmiede anbietet. Gemeinsam mit weiteren Mitstreitern macht sie das einstige Leben in und um die Schmiede erlebbar.

Faszinierend bspw. zu sehen wie damals mittels Wasserkraft die Schmiedehämmer wie der Blasebalg betrieben wurden und kein Schmied je auf die Idee kam, mal eben schnell ein Update einspielen zu müssen, damit es weiter geht.

So stammt bspw. der hier zu sehende Blasblag aus dem Jahre 1839 und er versieht tadellos heute seinen Dienst. Wer mag und will hat zum Abschluss der Führung Gelegenheit,sich selbst unter Anleitung als Schmied auszuprobieren.

Eine Tätigkeit, die immer wieder alt und jung in ihren Bann zieht.

So bleibt abschliessend allen Beteiligten nur zu wünschen, dass die Schmiede weiterhin viele Besucher anziehen wird. Sie ist wirklich zu einem Kleinod geworden, was man sich vor einigen Jahren nicht wagte vorzustellen. Da lag die alte Schmiede in ORREFORS im Dornröschenschlaf und wie es aussieht, hat sie wirklich ein Prinz wach geküßt. Kein Wunder daher, dass die Schmiede mittlerweile schon lange unter Denkmalschutz steht und die zuständige Behörde akribisch die Restaurationsarbeiten begleitete und dokumentierte.

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