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Donnerstag, 31. August 2017

Rentierzucht - wichtiges Thema auf diesjährigem Sametinget


Die Rentierzucht ist ein wichtiges Thema auf dem dieser Tage im schwedischen ÖSTERSUND eröffneten Sametinget. Der Sametinget ist die demokratische Selbstverwaltung der Sami, der Ureinwohner des wirklich hohen Norden Europas.

Für viele Sami ist die Rentierzucht seit Generationen Broterwerb. Sie folgen jahrein jahraus ihren Herden durch die Vildmark Lapplands. Alljährlich im Herbst werden dann die Rentiere zur Rentierscheidung zusammen getrieben und nach dem Aschenputtel Verfahren sortiert.

Die schlachtreifen Tiere werden geschlachtet und ein Teil der zusammen getriebenen Rentiere wird wieder in die freie Wildbahn im Interesse natürlicher Reproduktion entlassen. Kein Same käme je auf die Idee, die ganze Herde zu schlachten.

Die geschlachteten Rentiere werden zu nahezu 100% verarbeitet. Das Rentierfleisch wird frisch verarbietet oder getrocknet. Die Trocknung erfolgt in eigens dafür gebauten Trockenschränken, wie hier beispielhaft im Bild zu sehen.


Das Horn der Rentiere dient als Rohstoff und wird bspw. im Bau von Samimessern verwendet. Hier im Bild das Messer Ripan von Karesuando Kniven aus dem Norden Lapplands.

Die Häute der Rentiere werden auf natürliche Art und Weise zu Leder gegerbt und bspw. zu Lederrucksäcken verarbeitet.

Diese Vielfalt der Verarbeitung des Rentieres erklärt, warum die Rentierzucht traditionell auf dem Sametinget eine sehr sehr große Rolle spielt. Denn Sami, Lappland und Rentiere gehören einfach seit Jahrtausenden zusammen.


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